Sambusa za nyama/samaki – Teigtaschen mit Fleisch/Fisch

November 16 , 2014 by: Mbremmer Snacks

Die höchst wahrscheinlich aus Asien stammenden, mit Fleisch oder Fisch gefüllte Teigtaschen – Sambusa genannt – sind ein beliebter Snack an der Swahili-Küste – sei es morgens oder nachmittags zum Chai oder zum Fastenbrechen an Ramadan. Die Fertigung ist nicht ganz einfach, lohnt sich aber. Da die Zubereitung etwas aufwendiger ist, empfiehlt es sich gleich eine größere Menge am Stück zu fabrizieren und dann einzufrieren – werden die Sambusa vor dem Frittieren etwas aufgetaut, ist kein Unterschied zu „frischen“ festzustellen. Noch ein kleiner Trost: Da es in Asia-Shops bereits vorgefertigten Frühlingsrollenteig gibt, entfällt der arbeitsintensive Prozess der Herstellung deselben. Und hier ist die Anleitung:

Zutaten:

1 Kilogramm Rinder-Hackfleisch (mit möglichst wenig Fett)

4 große Zwiebeln

frischer Koriander (je nach Geschmack)

3 Knoblauchzehen

3 Eßlöffel Limonensaft

1 Finger langes Stück Ingwer

2 Eßlöffel Kreuzkümmel

1/2 Teelöffel schwarzer Pfeffer

1/2 Teelöffel Zimt

3 – 5 Gewürznelken

3 – 5 Knospen Kardamon

Salz nach Geschmack

etwas Mehl und Wasser

1 Packung Frühlingsrollenteig (groß)

1 Liter Sonnenblumenöl zum Frittieren

Zubereitung der Füllung:

Um die Füllung herzustellen, mahlt man zunächst die Gewürze, raspelt Ingwer und Knoblauch und gibt alles zusammen mit dem Fleisch in einen mittelgroßen Topf – ohne Öl oder Wasser beizugeben! Anschließend kräftig rühren, damit nichts anbrennt. Ist das Fleisch gar, gibt man die Zwiebeln hinzu und brät die Mischung weiter bis dieselben glasig sind. Anschließend den Limonensaft hinzugeben und mit Salz abschmecken. Nun heißt es, die Mischung mit einer großen Gabel durchzurechnen, damit sich keine Klumpen bilden. Danach zur Seite stellen und etwas abkühlen zu lassen.

Anstelle von Hackfleisch kann man auch Fisch nehmen – bei den Swahili bevorzugt Tunfisch oder Hai bzw. Rochen. Es geht aber auch Seelachsfilet und andere nicht fettige Fischsorten (ohne Gräten).

Fertigung:

Das Anfertigen und Füllen der Teigtaschen erfordert etwas Übung, ist jedoch machbar – spätestens nach dem Kilo Teig 🙂 hat man es drauf. So geht’s:

Zunächst lässt man den gefrorenen Teig etwas auftauen, dann schneidet man den quadratischen Teig in drei etwa gleich breite Streifen. Im Anschluss nimmt man einen davon und wickelt ihn in ein nasses Küchentuch, damit er nicht zu trocken wird. Der Rest wird wieder in den Kühlschrank oder Gefrierschrank zurückgelegt – insgesamt braucht man ca. 2 Bahnen. Gleichzeitig rührt man mit Mehl und Wasser eine Art Kleber an, mit dem die Taschen dicht gemacht werden – es darf später beim Frittieren kein Öl direkt eindringen, sonst werden die Sambusa zu fettig. Idealerweise legt man daher noch ein Tuch zurecht, um die Finger abzuputzen.

Für die Sambusa bastelt man Teigtaschen, die dann mit dem Hackfleisch gefüllt und zugemacht werden. Dazu wird ein Streifen genommen (soll es besonders knusprig sein auch doppelt nehmen) und das linke oder rechte Ende (abhängig ob Links- oder Rechtshänder) so gefaltet, dass eine nach oben offene Tüte entsteht, die Spitze zeigt direkt nach unten. Die offene Seite wird nun mit dem Kleber eingeschmiert und erneut umgeschlagen. In die entstandene Tüte kann man nun leicht mit einem Löffel die Füllung einfüllen und etwas zusammendrücken. Danach verschließt man die Öffnung mit dem überstehenden Teigstreifen, schlägt ihn um und dichtet wieder mit der Mehlpampe ab – fertig! Mit etwas Übung schafft man 20  Sambusa in der Stunde, insgesamt ergibt die Mischung etwa 30 bis 35 Stück.

Die fertigen Teigtaschen werden in heißem Öl frittiert, bis die Hülle knusprig braun sind. Zu Sambusa passen verschiedene Soßen (Chili, Tamarinde) oder einfach hineingetröpfelter Limonensaft.

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