Sima/Ugali – „African Cake“

Mai 09 , 2015 by: Mbremmer Beilagen

Eine Standardbeilage der ostafrikanischen Küche und auch bei den Swahili als Sattmacher beliebt ist Sima beziehungsweise Ugali – scherzhaft von Einheimischen auch „African Cake“ genannt: Ein dicker Brei aus weißem Maisgrieß, der sich geschmacklich ähm nicht in den Vordergrund drängt..

Chapati, Mkate wa Sinia, Mahamri oder auch einfacher Reis mit Kokosmilch sind ja schön und lecker – die Zubereitung ist jedoch aufwendig und kostet Zeit. Wenn es schnell gehen soll, viele Mäuler zu stopfen sind und in der Haushaltskasse Ebbe herrscht, greift man an der Swahili-Küste zu Sima. Doch damit nicht genug: Etliche Handwerker schwören darauf, dass sie nur mit Maisbrei wirklich satt werden und rühren Reis und Chapati nicht an.

Auf der anderen Seite gilt es in vielen Häusern der Swahili als nicht angemessen, Gästen bei einer Einladung zum Essen das einfache Sima anzubieten. Im Prinzip kann man den Maisgrieß aber zu allen hier vorgestellten Soßen und Curries essen.

Wer jetzt neugierig geworden ist, muss leider eine kleine Enttäuschung hinnehmen: Hierzulande ist der typische weiße Maisgrieß leider nur schwer zu bekommen (gelbe Polenta schmeckt ganz anders), so dass das Ugali/Sima-Erlebnis nicht ganz authentisch ist. Man kann aber als Kompromiss bei der Zubereitung auf Weichweizengrieß ausweichen – dieser ist zudem einfacher zu kochen und gelingt immer. Hier die Anleitung:

Zutaten (für 2 bis 4 Portionen)

1/2 Liter Wasser

1 Prise Salz

etwas Öl

2 Tassen Weichweizengrieß

Zubereitung:

Das Wasser mit der Prise Salz und dem Öl in einem nicht so tiefen Topf zum Kochen bringen und dann den Grieß schnell einrühren (Vorsicht, kann spritzen) und zirka drei, vier Minuten verteilen. Dabei immer wieder umschichten, damit alles gar wird. Der Sima-Teig darf leicht am Boden anlegen, aber nicht anbrennen. Zum Herausnehmen den Teig ringsum mit einem Kochlöffel lockern, einen Teller über den Topf stülpen, das Ganze umdrehen und leicht klopfen, bis das Sima auf dem Teller gelandet ist. Grob in Würfel schneiden und warm servieren, fertig!

Noch ein Hinweis zum Essen: Besteck ist beim Sima-Essen unnötig und sogar hinderlich. Am einfachsten ist es, wenn man mit einer Hand  eine etwa tischtennisballgroße Kugel formt, dann eine Mulde macht und damit die Soße quasi auflöffelt.

Und noch ein Hinweis, falls jemand zufällig an richtiges Maismehl (unga ya mahindi) gelangt ist: Die Portionierung ist ähnlich (etwas mehr Wasser), allerdings muss das Maismehl richtig durch sein, um keine Bauchschmerzen zu verursachen. Dazu gibt man bereits einen Teil des Mehls in das noch kalte Wasser und fügt dann beim Kochen langsam mehr und mehr hinzu. Gleichzeitig muss der Teig natürlich auch länger kochen (ca. 7-8 Minuten) und öfter herumgerührt werden.

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